13.10.2026 GAG-Infoveranstaltung zum Abriss und Neubau der Siedlung an der Storm-, Wiechert- und Rilkestraße
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Gäste: Jörn Rickmann und Caroline Tintner von der GAG
Anwesend waren 61 Interessierte.
Aktuelle Situation:
108 Wohneinheiten, 7.852 m² Wohnfläche. Knapp 19.000 m² Fläche
Derzeitiger Zustand: Nachkriegsbauten aus dem Jahr 1959, Bausubstanz ist in die Jahre gekommen, hoher Schadensgrad, schlechte Energieeffizienz der Klasse H.
Der Bebauungsplan der Stadt Köln sieht für das Areal eine Zeilenbauweise vor. Dies soll auch beim Neubau so beibehalten werden.
Projektplanung:
Der Neubau der Siedlung erfolgt in zwei Bauabschnitten. Der erste Bauabschnitt soll im Quartal 2, 2029 fertiggestellt sein. Der zweite Bauabschnitt ist mit Fertigstellung für das erste Quartal 2032 geplant.
Im Gesamtareal sollen 235 familiengerechte Wohneinheiten in zwei- bis viergeschossigen Bauten errichtet werden, mit barrierefreien Terrassen, Bädern und Balkonen. Zudem ist der Bau einer 3-gruppigen, städtischen Kita im ersten Bauabschnitt geplant. Auch die Außenanlagen werden barrierefrei mit Spielplätzen angelegt.
Die Wohnungen sind als Mix aus 1 – 5-Zimmer-Wohnungen, zwischen 45 und 108 m² Wohnfläche geplant. Die Wohnungen im Obergeschoss verfügen über private Dachterrassen.
Die Bebauung wird mit zeitgemäßem Wärmeschutz, Hitzeschutz und Lärmschutz und als EH 40 Bauten mit einer Energieeffizienz der Klasse A errichtet. Vorgesehen sind Dachbegrünungen, Artenschutzmaßnahmen, Zisternen für Grünflächenbewässerung, Fassadenbegrünung, Photovoltaikanlagen, Wiederverwendung der Abbruchmaterialien, Nistplätze für Mehlschwalben und Mauersegler.
Pkw- und Fahrradparkplätze wird es in einer Tiefgarage und einer Hochgarage errichtet. Zudem wird es witterungsgeschützte Ladestationen für Pkw geben.
Die Wärmeversorgung der Bauten erfolgt über Wärmepumpen.
Diskussion:
Die Teilnehmenden sprechen der GAG ein grundsätzliches Lob für die Gebäudeplanung aus.
Bauverkehr: Laut GAG hält sich die Belastung in Grenzen, da eine direkte Anbindung an die Godorfer Straße gegeben ist. Die Vertreter*innen der GAG versprechen allerdings, die Zufahrt der Baufahrzeuge über das angrenzende Gewerbegebiet prüfen zu wollen. Es erfolgt ein klarer Auftrag der Teilnehmenden an die GAG, den Baustellenverkehr möglichst verträglich zu regeln.
Parksituation während der Bauphase: Die GAG überlegt temporäre Parkflächen für bestehende Mieter zu errichten. Den Vorschlag, temporäre Parkflächen an der Godorfer Str. zu errichten, nehmen die Vertreter*innen der GAG mit.
Mietverhältnisse: Die Mieter des ersten Bauabschnittes sind bereits umgesiedelt. Die Auswahl der neuen Mieter erfolgt nach individuellen Gesprächen und Bewerbungen über diverse Portale, wie GAG-eigenes Portal und ImmoScout. Es gibt keine automatische Vergabe an / Anspruch von bisherige/n Mieter/n.
Mietkosten: Es handelt sich um 70-80% gefördertem Wohnungsbau, der dementsprechend zu 70-80% für Mieter mit Wohnberechtigungsscheinen vorbehalten ist. Die Mietkosten werden auf 8,40 Euro pro m² angesetzt. Die verbleibenden rund 30-20% der Wohnungen werden zum Preis von 12 - 14 Euro pro m² vermarktet.
Infrastrukturplanungen: Die weiteren Planungen der Infrastruktur im Ortsteil Immendorf bleiben vom Neubaugebiet unberührt und werden nicht im Zusammenhang geplant.
Künftige Parksituation für Anwohner und Besucher: Im Rahmen des Neubaus sind ca. 90 Tiefgeragen- und Hochgaragenplätze für die Anwohner*innen geplant. Aus Sicht der Teilnehmenden ist dies deutlich zu wenig. Die GAG verweist auf die Stellplatzsatzung der Stadt Köln von Mai 2022, die eine verringerte Stellplatzzahl pro Neubau vorgebe, um die Verkehrswende zu unterstützen und Klimaschutzmaßnahmen zu fördern.
Glasfaser-Anschluss: Laut GAG sind NetCologne Anschlüsse geplant.
Die Teilnehmer*innen wünschen sich, dass es im weiteren Planungs- und Bauverlauf mehr Infoveranstaltungen geben wird. Dies wird von der GAG sehr begrüßt und eingeplant. So soll es vor dem Beginn der Abbrucharbeiten, die Mitte 2027 starten sollen, eine weitere Informationsveranstaltung geben.
Die Organisation hierfür wird die Dorfgemeinschaft übernehmen.
Der Vorstand der Dorfgemeinschaft dankte Herrn Jörn Rickmann und Frau Caroline Tintner von der GAG für die Informationen und den Teilnehmer*innen für die konstruktive Diskussion. Alle im Nachgang aufkommenden Fragen können über die Kontaktkanäle der Dorfgemeinschaft an den Verein gesendet werden.
Ein großer Dank an den MQF für die Nutzung der Alten Schule sowie an Petra Holzemer für die Protokollführung!